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sich verwahrlose und nach elenden, kindischen, un-sinnigen Zwecken laufe.
Die Gegenarznei, die diesem heillosen Unqe-schmackc entgegen wirken soll, hat Alles noch mehrverderbet. Realien solltens seyn, womit die Ju-gend, als ein Kornboden, überschüttet würde; unddann freilich kann sie nie ein blühender Pflanzgar-tcn werden. Schon Bako hat geklagt, wie aus derWissenschaft nichts werden könne, wenn man in ihrnur immer das Nützliche, unmittelbar jetzt Nützlichesuche, und wenn dies bei der Erziehung selbst ge-schieht, so verliert dadurch ein ganzes menschlichesLeben. Nicht Was, sondern Wie es die Jugendlerne, ist das Haupt stück der Erziehung.Geschmack, d. i. Ordnung, M aast, Har-monie aller Kräfte, ist die Leier Amphiousoder Orpheus, nach der sich Steine zum ganzenBaue beleben. Wer, unter welchen Vorwänden esscy, der Jugend die Werke der Alten aus den Hän-den bringt, (was er ihnen dafür auch von seinenSächelchen in die Hand gebe, Encyclopädie, Lehr-buch , Regel, Realie), er kann den Schaden mitNichts ersetzen. Das war Julians Kunststück, wo-durch er seinen Feinden die tiefste Wunde schlagenwollte.
„Aber Genie! das Genie wird sich von selbst„bilden; oder der Geschmack und die Werke der Alten„können cs gar verderben!" Ein böser Dämon hatdiesen Grundsatz erfunden , der die häßlichste Lüge ist.Ein Genie, das der Geschmack verderben kann -—fahre cs hin! gut, daß es selbst verdirbt, statt esandere mit verderbe. Wer nach rechtschaffener Lesung