4 6 I. Ursache» des gesunkenen Geschmacks
der Nation, in der Beschaffenheit ihrerSitten lagen, wenn offenbar Ludwig keinen Ge-setz ich tichreiber seines Reichs hatte undhabui konnte, wie Lenophon und Livius ge-west n waren; wenn sein Theater der Nationdas unmöglich sepn konnte, was das Theater inAty>n war oder scyn sollte; wenn stin Bourda-loue weder gegen, noch für ihn zu r.den hatte,was Demosthenes gegen d>n Philippus fürAth>n sprach, und wahrscheinlich kein Grieche beiBossuets erhabnem lVla^ania 68t morts! IVla-clenws 68t rnorte! in Thrän.n zerfloff.n Ware: sowird offenbar, daß der glänzende Gesell-st h a s t s -, der edle Hofgeschmack, der da-mals illl.in regierte, sich auch als solcher,bald verderben mußte. Dasselbe Publikum,dieselbtN aufgeklärtui und witzigen Kreise, die einstder Sprache Leichtigkeit, Reinheit, An-stand, verschaffet hatten, gaben ihr auch gar baldeinen kleinfügigen Witz, Spitzfindigkeit,und den elenden Geschmack, durchWendungen zu frappiren. Man verließalso, wie Fenelon, St. Mard, Racine undwer nicht mehr? klagen, die simple Größe, dieu n zer st n c k te, zwanglose Natur, dieedle Einfalt, und zerlegte den Gedanken sofein, so manierlich neugesagt und artig, bis keinGedanke Mehr da war. Was deN Römern Sene-kei gewesen, ward Fontenelle: la Motte wardPetron: der jüngere Crebillon mit seinem un-erschöpflichen Mahrchcnwitze brachte ans seinen Ge-sellschaften eine Sinesische Puppe hervor, die üppig,fein und klein ist: Marivaux zerlegte die großen