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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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bei den verschiedenen Völkern :c. /,5

teigne warteten auf keinen Ludwig; Corneillehatte Richelieu und die Akademie gegen sich;selbst die stärksten Genie's waren nicht von derHofsekte: Paskal, Fenelon, Rousseau, laFontaine; und Racine hatte es weniger sepndürfen. Nicht also Genie, aber G eschm ack konn-te Ludwig wecken, da er auf und hint.r einZeitalter des Genie's traf. Um ihn lebte An-stand, Thatigkcit, Glanz und Würde.Au ihnen also bildete sich die Sprache; so han-delte Ludwig und jeder ihm nach in seinem Krei-se: eine Form der Eleganz nahm also derGeschmack in allen seinen Acußerrin-gen an. Die B c r e d sa m k e i t, die nicht mehrfliegen konnte, rcgcte wenigstens mit Anstandihr Gefieder: das Theater, das nicht mehr wir-ken konnte, ward eine Bühne der Sitten, desAnstandes, der Philosophie, des He-rois mus im Scheine. Die Künste, di-kcine Nationaltriebfeder mehr seyn konnten, dientendem Stolz des Königes und seinen Thatcn. Wernicht dichten konnte, machte schöne Verse,und wer nicht Geschichte schreiben konnte, de-klamiere schön und zeichnete historische Gemahl-d e. Die Sprache, der ihre Starke, ihr Reich-thum, ihre Fülle langst dahin war, bildete sich zumTon der Gesellschaft, der Richtigkeitund des W o h l a n st an d e s. Das war die Far-be vom Zeitalter Ludwigs, die seinenQuellen völlig gemäß war.

Die Verderbnisse mußten bald ause b e n d er Q u cl l e k om m en. Wenn die Wur-zeln des Geschmacks nicht lief im Bedürfniß