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Zeiten an, die sie beschreibet. Sie flieht die of-fene Einfalt und liebt das Zulisxcln des Harpokra-tes, mit dem Finger auf dem Munde, d. i. eincttvieldeutigen, verborgnen und zusammengesetzten Cha-rakter. Tacitus schreibt über schwarze, argwöh-nische Zeiten auch argwöhnisch, schwarz und mit phi-losophischer Galle. Der liebe Quintilian schriebseine Institutionen für seinen eignen Sohn ausHerzensgründe: er konnte aber nicht o! ne Wind
segeln, ec war Deklamator und Sachenführer statt einesRömers und Redners. Seneka wollte sein Zeitalterübertrcffen, und übertrafs in spitzfindigem Scharfsinneund süßen Fehlern. Sein Weiser und frcywilligArmer wohnte, in Pallästen: seine Moral flog in
Lüsten, deNn sie hatte auf der Erde keinen bestimm-ten Raum zu wirken. So wars mit den Produk-tionen, dis noch naher am Zeitgeiste hingen; dieandern, die jenctt als Zicrrath folgten, konntennoch leichter des Weges verfehlen. Wie Seneka,der Tragiker, die Windsucht hat, weil er nämlichauf keiner Bühne eigentlich wirken konnte, was So-phokles in Athen gewirkt hatte; so hat Lukan'sMuse die Wassersucht, weil seine Zeit wohl keineHeldcnflit war. Juvcnals Satyr ward ein star--ker Waldfaun mit blutiger Geißel, weil der kleine/leichte Satyr des Horaz jetzt nicht mehr taugte.Peksius, voller Genie, ward mit seiner Satyre,was Tacitus mit seiner Geschichte damals gewordenwäre, und Silius betete Virgils Statue an, ohneseinen Dämon aus ihr zu erobern. Martial end-lich pflückte unten am Parnaß, wenn auch in Mo-rästen und Schandpfuhleii, Blumen; das beste und
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