bei den verschiedenen Völkern >c. 3r
es sich nicht wie Pcrsius in ein unverständlichesDunkel hüllen will, muß es seinen bessern Geschmackund die Wahrheit mit dem Leben büßen. O ihrMörder der menschlichen Freiheit, Unterdrücker derGesetze des Staats und der Rechte eurer Mitbürger,an welchen Gräueln der Rackwelt seyd ihr schuldig!Wenn denn nun auch Ein August mit Rübe, Geschmackund Milde zu regieren, denkt, aber Tibecen, Ealli-gula's, Claudius und Nexonen in seinem GeschlecktePlatz macht, welche Folge von Untbaten und un-wiederbringlichen Raubercyen ruhet auf ihm!
Wo war nun die alte Römercrzichung?jene ehrwürdigen Dil der der Vorfahren? dieFreiheit, selbst den Eensor mrd Diktator zu stra-fen ? Das Leben in Geschäften, die Bil-dung.für die Republik, Ehre und Werthjm Wohldes Vaterlandes, die Mächtdarüber reden- ratksschlagen, überreden, handeln zudürfen — wo war das alles itzt? In Ucppjqkeit undSchande, in Furcht und Elend war alles versunken,die Beredsamkeit stäubiqen Pedanten, die Erziehungden Sklaven, die Geschichte den Schmeichlern, dasWohl Aller dem Wink des Tyrannen und der Ra-serei) seines Lieblings überlassen. — Das vortrefflicheGespräch über den Verfall der römischenBeredsamkeit spricht hier, statt meiner, alsRichter und Zeuge.
Man denke nicht, daß dies Zeitalter keinGefühl seiner Krankheit gehabt habe, wieman ihm oft vorzubuchstabiren pflegt. Eben das ge-