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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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bei den verschiedenen'Völkern rc. 27

Ungeheuer geworden, wenn er nicht bald durch etwasanders verdrängt wäre. Der naturv 0 11 e Cha-rakter der Griechen war aber nicht bestimmt,bis zum Ungeheuer erniedrigt zu werden, er erhieltsich, auch in seinem Verfall, noch Spurenvoriger Schönheit. Noch bis auf den heuti-gen Tag haben die Griechen eine Anlage zum gutenGeschmack von Natur: Leichtigkeit und einefeine Organisation, insonderheit Lust und Freude be-wahren sie vor der Unnatur, der Pest des gutenGeschmackes. Man sieht aus allen Nachrichten, daßnur der Gcnius einer schvnen Zeit, dievielleicht nur einmal in der Welt gewesen, von ih-nen gewichen ist, und mit dem glücklichen Zu-s am m e n tr ef fe n von Umstanden schwerlichje wicderkommen dürfte. Kurz, der griechische Ge-schmack war die schöne Nat iona lblu me ihrerf r ei e n W i r k sa m ke i t, ihres schönheit-trunkenen Genies, ihres Hellen, tref-fenden Verstandes; als der schönen BlumeBoden, Saft, Nahrung, Aethcr fehlte,und vcrpestendeWinde wehten, starb sie-

II. Die Römer drängten sich hart auf dieGriechen; der Geschmack ist ihnen abernie geworden, was er den Griechen war,weder N a t i 0 n a l s ac h e , noch Elementder Bildung. Man weiß, wie lange sie sichohne Geschmack behalfen, ja ohne ihn groß undmächtig wurden, sogar, daß sich die alten, wahrenRömer der Einführung des Geschmacks, als einerfremden, schädlichen Pflanze, widersetzten; die Grie-chen hatten sich wie unter dem Gesänge Amphions