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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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bei den verschiedenen Völkern rc. ,

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Ordnung, zur Schönheit, zum Gleich-maaße ihrer erkcnncnden oder fühlen-den Kräfte: denn auch hier wirkt Wahrheit und

Schönheit nur durch Glcichgefühl und durch Nachah-mung. Je gleichartiger die Saiten, desto mehr tö-nen sie einander nach: Bild aber und Schall in

Regeln an die Wand gewählt, kann nie eine ver-stimmte Saite stimmen, oder in ihr einen reinenKlang bilden. Es wirken, wie Plato im Gleichnis-se von den Ma.'ncten und Korybanten sagt, die Kräf-te am tiefsten durch unmittelbaren Einfluß, wie durchein halbes Wunder, aus einander. Genie's, die al-so gebildet sind und weiter bilden, sind Ebenbilderder Gottheit an Ordnung, Schöne und unsichtbarenSchöpferkräften; sie sind Schatze ihres. Zeitalters,und gleichsam Sterne im Dunkeln, die durch ihrWesen erleuchten und scheinen, so viel es die Finster-niß aufnimmt.

Und nun ists sonnenhell, wiefern Ge-nie's a l l e i n den Geschmack vcrschlim -mern? rühmlich, weil er ohne sic nicht exi-stiret, und sie ihn allein verschlimmernkönnen, wenn sie die Kräfte ihres Genie's übesanwenden. Das ist nun auf zweierlei Art möglich,durch falsche Zwecke und durch falscheMittel. Ist ein Maaß schon voll und man gießtmehr: so fließt's über. Will der Kopf voll Kraft,

was schon am Ziele ist, noch weiter treiben: so ister jenseits des Zieles, im Lande der Unnatur unddes falschen Geschmackes an Zwecken. Wählt ersich gar ein Irrlicht zum Ziele, oder will mit Jka-rgs Flügeln zur Sonne hinauffliegen: so wird er