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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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bei den verschiedenen Völkern rc. 7

gähren, und entwickelte die Welt nur durch innereNaturgesetze zur Harmonie, Ordnung uitd Schön-heit. Eine Fliege, die aus ihrem Winterschlafs ge-waltsam und widernatürlich erweckt wird, lebt aufMinuten auf, um auf immer zu sterben.

A. Kann also der Geschmack nur durch Genie,d. i. durch rasch und lebend geübte Naturkräfte ent-stehen; so muß er in ihnen auch nur bestehenwollen; sonst ist er ein Schall in der Luft, einenichtige Echo. Reichthum an Baumen, an Pflan-zen und Fluren macht einen Garten; und ist erstder Garten da, so kann sich an ihm Ordnung, Ge-schmack und Gartenkunst erzeugen. Ohne Gartenbauet man in die Luft. Gemeiniglich macht manUnterschiede zwischen Genie und Geschmack;alsob jenes des Geschmacks nicht bedürfe, als ob eSsich selbst denselben ersetze und mehr sey, als dersel-be; nur der geniclose Kopf müsse sich mit Geschmacktrösten u. dgl." Ohne alle Spekulation aber, istder Geschmack für Genie's, in weitlauftigstem Ver-stände, nicht da; so weiß ich nicht, für wen er daseyn soll- Das Nichts, der Dummkopf kann ihnweder brauchen, noch fassen: denn Geschmack ist nurOrdnung im Gebrauche der Genickräfte, und ist al-so ohne Genie ein Unding. Im Gegenthcile, jemehr Kräfte ein Genie hat: je rascher die Kräftewirken, desto mehr ist ein Mentor des guten Ge-schmacks nöthig, damit sich die Kräfte nicht selbst ein-ander überwältigen, zerrütten, und, im Falle derUebermacht, auch andre gute Kräfte zertrümmern.

Wo also auch in einem Zeitalter derUeppigkeit und des allgemeinen Verder-