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Christliche 8s eben
„wer wußte, .daß sie's that:" die alles dir that,uneigennützige Bruderliebe, Erlöser! die alles imStillen that, nur vor deinen Augen, o Vater! diemit allen Tugenden, mit denen sie leuchtete, undfür die wir dir jetzt danken, in sich selbst nichtswar. Die Demüthigste ihres Geschlechts, nicht inWort, sondern in That und Empfindung, die nichtanders wußte, als daß sie die Demüthigste sepnmüßte, eben weil sie dein Gesäß war, o Gott, einAbglan; deiner Güte, Liebe und Segnung. Wiesieh sie jedes Lob! war dem leidigen Ruhme feind,nahm nicht Ehre und Zcugniß von Menschen, son-dern ruhte in deinem Willen, o Vater! im Schooßeihrer Pflicht und Bestimmung, im Willen und inder Liebe ihres Gem.ahls, den sie, als BildGottes, mit aufopfernder ganzer Empfindung liebteund verehrte. Groß und edelmüthig fühlte sie zuscyn, was sic war! was sic feyn sollte! groß und ^schwer, aber auch dcmüthig, freudig erhaben. WarJahre lang schon im Himmel, da sie hier nochmit leutseliger Klarheit und Theilnehmung auf Er-den lebte, genoß jeden Sonnenstrahl, der sie er-weckte, wärmte, erfreute, als den Blick deiner Güte,als den unmittelbaren Abglanz deines Angesichts,o Vater! war froh im Leiden, weil cs dein Willewar, selig in Schmerz und Krankheit, weil sieauch in ihnen immer nichts als unverdiente Wohl-that, Segen und Erquickung fühlte. — Ja, Va-ter ! hier in diesem Haine , im Thal der Ruhe undAbsonderung, wo sie so gern war, wohin sie auchzum letztenmal so emsig und vergnügt hinaus eilte,als zum Ort ihrer Erquickung und Genesung; hier,o Gott, hast du sie erquickt und genesen lassen!
gelabt,