und Homilien.
Füßen dieses heiligen Leichnams zu danken, für dieedle Seele, die ihn belebte! Dir dankt ein Ge-mahl, der ihren Werth so tief kannte und fühlte,an deß Seite und unter dessen Lehren der Weis-heit sie als eine Blume der Tugend zum Himmelblühte. Mit wie richtigem Blick unterschied sieRecht und Unrecht, das Wahre und Falsche, überall,in allen Formen und Gestalten, um nur das Gutezu kosten, sich wie ein Engel des Himmels nuram Reinen und Unschuldigen zu erfreuen: ein Bildjener ächten Liebe des Evangeliums , „die Alles cr-„tragt, Alles hofft, Alles glaubet und duldet, die„langmüthig und freundlich, nicht eifert, nicht groß-„lhut, nie das Ihre suchet, sich nie lasset erbittern;„nie zu schaden trachtete, sich nie erfreute der Un-gerechtigkeit , Sie freute sich aber der Wahrheit!"— Gerührt, v Gott, und mit Empfindung dan-ken dir für sie alle die Ihren, deren Trösterin,Retterin, Rathgeberin, Lust und Freude sie war:Theilnehmcrin an jedem Schicksal, wo sie Theilnehmen konnte, ein Engel der Unschuld und Liebe,der Alle zum Himmel wieß. Mit welchem Schmerzist ihr Abschied weit und breit empfunden! wie lebtihr Bild und Andenken überall und lange, ewigmüsse es zum Guten leben! — Mit Thranen dan-ken dir, o Gott, die Armen, deren milde Tröste-rin sie war: die Mutter jedes unerzognen Kindes,die Helferin aller, denen sie helfen konnte, die, umhelfen zu können, selbst entbehrte; ein Bild jenerLiebe, o Richter der Welt, die.du am Weltgerichteeinzig suchen und für dein erkennen wirst, „die die„Hungrigen speiste, die Durstigen tränkte, die Na-„ckenden kleidete, das Kranke besuchte, und mm-