Christliche Reden
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lcrs, cS gar kein Zweifel ist, daß, wo sich dieTöne am kühnsten brechen, Auflösung und Wohl-laut folgen müsse: die horchende Seele abnet's,
hoffet's, erfährt's: ey, M- Z., bei dem großenunendlichen Kunstwerke des v 0 llkom-me n s t e n S ch ö p f e r s, wo so viel Anlage und Ab-sicht und Schönheit und Vollkommenheit uns überallvonderErdezum Himmel, vom H i m m e lzur Erde vorleuchtet; wo jedes kleinste, und jedesgrößte die Weisheit, V 0 I l k 0 m c n he i t und G ei-te Gottes verkündigt; wo der Mensch im Körperlichender herrlichste Inbegriff göttlicher Zwecke,und in seiner Seele das schönste Sna men seidgr 0 ßer und reichcr Anlagcn ist, die hiernur nicht zur Reife kommen — Ein Engel imsterblichen Gewände! ein großer prächtigerGedanke Gottes in einer Hütte von Staubund Schwachheit; sollte da der mindeste Zwei-fel über Fortdauer und Fortgang übrig bleibenkönnen?
Nein, 0 Gott! wenn ich deine große undschöne Natur sehe, voll Gedanken und Anlagenund Absichten und Weisheit der Ausführung! —diese Blume, die hier blüht und erst imS a a m en e rs t 0 r b e n lag; diesen Frühling,der jetzt rings um so vielfach aufstcht, und vorwenigen Wochen unter Schnee und Eis begrabenlag; den Vogel, der jetzt so munter singt,und bald in ein ander Land ziehen wird; dieSonne, die so angenehm untergeht, um mitfrischem Strahl für eine andere Welt aufzu-gehen — nein, mein Gott! auch der Saame