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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Ho Milien.

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hellste Seele, der größte .Thor und der erhabensteWeise, der edle Gute und der sündigende Bösewichtim Wesen dieses Zustandes ganz diesel-ben sind, nur daß sie sich in der Art der Aus-führung, der Mittel-der Zwecke so sehr unter-scheiden : da das ganze menschliche Leben, We-sen, Daseyn, und also die Absicht Gottesbei diesem Daseyn im Innern ganz darauf beruhet M. Z., die offenbare Absicht Gottes in einemGesetze der Schöpfung trügt niemals. ESsind Worte des Unsinns, daß Gott uns, daß Gottein Geschöpf tauschen sollte, dem seine Absicht alsZweck der Natur so offenbar vorliegt. Gott tauschtden Vogel nicht, dem er einen Zug in ein fernesLand gegeben hat, das derselbe noch nicht gesehen:der Vogel folgt sicher dem Zuge, findet das ferneLand und alles, was er bedarf, entrinnet der Ge-fahr, und kommt glücklich wieder. Gott tauschtdie Seele nicht, daß das Auge zu sehen, das Ohrzu hören gemacht scy: sie sieht und hört unmittel-

bar durch dasselbe, und bekommt Begriffe, Bilder,Tone und wird Seele. Gott täuscht also auch dieSeele nicht, der er ein Wesen gegeben hat, sichfortzudenken, weiter hin zu streben,immerzu wollen, zu wünschen, zu ver-langen, zu handeln, keine Grenze zu kennen,zu leben. Ihr ganzes Wesen ist darauf gebaut:darauf beziehen sich alle ihre Kräfte, Bemü-hungen, Bestrebungen, Tugend: sie hatja alle diese nicht von sich: und wo göttlicheKraft ist, ist ja göttliche Absicht sosicher und gewiß, als der Zug jenes Vogels, alsjene Sehkraft der Seele, so sicher und gewiß ist