und Homilien.
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ist, daß es sehe — doch nein! Ohr, Auge, höret's,siebct's nicht — Du bists, die dadurch höret,dadurch siehet, diese Hand reget, diesen Gedan-ken in mir denkt, und kann nun kein Saft mei-nes Auges, kein Stäubchen meines Ohres ver-schwinden — großes Wesen in mir! mächtigeAbsicht Gottes! wie solltest du verschwinden können,für die daS alles da ist? die das alles beherrschet!die sich in sich selbst, und in der ganzenSchöpfung und in dem Gott spiegelt, derdie ganze Schöpfung schuf! — O Seele, so wahrals ich bin! so wahr ich dich fühle, fühle ich dichunsterblich, göttlich, ewig!
Und , M. 3., wenn schon diese äußeren Be-schaffenheiten und Vergleichungen, diese Außen-gestalt der Seele so viel saget — ihre innereBeschaffenheit, ihrWesen, jede ihrer Kräfte,Anlagen, Wünsche, Wirksamkeiten — wie vielsagen die? keines kennet ein Ende, eineGrenze, einen Tod. Jedwedes, auch diemißbrauchteste Kraft, die ungebildetste Anlage,der irrcndste Wunsch geht mit Ewigkeitschwanger, hat den Keim des Unermeß-lichen in sich, ist also, (oder Gottheit, Vernunft,Absicht müßte trügen!) ein sicherer Ahnungs-boke der Unsterblichkeit: sicherer als eine Erschei-
nung von außen seyn kann, denn es ist Gesetzder Natur, Absicht Gottes, Wesen derSeele.
Ich brauche es keinem zu beweisen, daß dasWesen des menschlichen Dasepns Leben scy, und