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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

grüsten und dürren Gebeinen. Nichtschrecklich, nicht gräßlich sie sind heiterund schön, wie die Aussicht in dieganze große Welt Gottes. Lasset uns alsödie Dämmerung des Grabes, wo nichts weiter zulernen ist, verlassen, und gen Himmel sehen,und andere Aussichten auf unser künf-tiges Daseyn suchen!

Mir scheint es überhaupt, M. Z., fremder,Beweise für die Unsterblichkeit der Seele,für unsere F ortdauer nach dem Tode zu fordernund geben zu sollen; als nicht vielmehr erst dieSterblichkeit, die Vernichtung unsersWesens erklären zu dürfen. Wenn ein anderesvernünftiges Wesen einen menschlichen Leichnamfände, und den ganzen Wunderbar, desselben auchnur von außen ohne Wi rksamkcit betrachtete cs sähe, dieß so künstlich gebildete Antlitz, dießverschlossene Auge, dieß gebildete Ohr, diese Hände,diese Gliedmaßen wenn das betrachtende Geschöpfden mindesten Grad Vernunft, das ist, Be-trachtung hat, so würde es schon schließen müs-sen, der Leichnam muß zu Absichten da gewe-sen, diese so verschiedene vielfache und vielfach zu-sammengeordnete Bildung kann nicht umsonstso zusammen gekommen, dieser Wunderbau mußkurz! eine Maschine, ein Werkzeug, einInstrument eines andern verständigen Wesensgewesen seyn, das cs so, und nicht anderswozu nöthig hatte, jetzt nicht mehr nöthig