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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Neben

Geh eimniß. Ich denke, ich lebe und webe,aber nicht durch mich; ich bin der Knecht eineshöhern Herrn, drssen Macht ich in mir fühle, abernicht erkenne; ich lebe dem Herrn. Und wie?wäre es also möglich, daß ich mir selbst, und nichtdiesem Herrn sterben sollte? Ich, der nichtweiß, wie ich hieher gekommen bin, sollte cs wissenkönnen, wie, wann, wohin ich gehenmüsse? Ich, der nicht weiß, wie meine Seelein meinem Nervensast, in meinem Körper wirkt,den Augenblick, da ich sie wirkend fühle, ich solltecs einsehen können, wann sie zu wirken aufhö-ren müsse; wann die Zerrüttung dieses Nerven-gebäudes von der Art ist, daß nun die Künstlerinmit den letzten Zuckungen ihr Gewebe verläßtund davon zeucht? Ich, der nicht befragtwurde, unter welchen Umstanden, zu welchen Zwe-cken , in welche Lage ich hieher kam, ich kann unl>darfs auch nicht wissen, warum ich abgerufen werde,wohin ich wandce; nackt und unwissend binich aus Mutterleibe kommen, so mußich anch wieder dahin fahren; der michin die Welt brachte, muß mich auch wieder hin-ausführen : D e r N a m e de s H er r n se y ge-lob e t!

Wir Habens zu einer andern Zeit gesehen, daßes ein Jrrthum sey, daß der Mensch, allgemeinbetrachtet, auf ein höheres Alter, auf stebenzig undachtzige rechnen dürfe. Das menschliche Geschlechtist ein großes Heer, wovon einzelne Theile undScbaaren auch einzeln in allen Jahreszeiten undLebensaltern aufbrechen, Heere sterben als Kinder,