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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und H »Milien. 349

seyn müßte-Glücklich also, daß fle ihm

versagt ist! Warum soll er für etwas Augenhaben, wofür er keine Hände und Macht hat?Warum soll er dahin sehen und dafür sorgensollen, wo er, sich doch nicht selbst führen kann?Er ist da Nichtsein selbst mehr glück-lich!, da ist er eines Herrn! eines weisen,gütigen Herrn!

Lasset uns, M. Z. , die nähere Anwendungauf Tod und Leben des Menschen machen , und dieSache wird augenscheinlich. So sehr sich derMensch für einen Herrn, für den König derSchöpfung halt; so sehr ers in gewissem Betrachtist, so kann ers in Betracht des Tods und Le-bens nie sepn. Wissen wir, woher wir sind?wie wir geworden sind? wie wir sind, und indiesem Augenblick leben und weben? Nein! wirsind durch eine fremde Macht; wir fanden unsin der Welt, ohne daß uns jemand befrug, wieund warum er uns dahin setzte; wir sind also un-wissende, unmündige Findlinge der Vorsehung, wirleben nicht durch uns selbst, sondern durcheinen Herrn des Lebens aller Welt.Wissen wir, wie wir leben? Kennen wir etwaunsere Seele? wissen es, wie sie in Ner-vensast und Körper wirkt? weiß ichs, wie meinGedanke meine Hand bewegt? meine Leidenschaftmein Blut empöret? wie aus äußerlichen Re-gungen und Reizen die Flamme, der Funke meinesGedankens wird? Nein! so sehr ich das Alles fühleund empfinde, so wenig begreife ichs. Esist mir, auch diesen Augenblick innig gefühlt, ein