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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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345
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und Ho Milien.

einmal, was Tod, was Ewigkeit scy? eine höhereMacht, die er nicht voraussehen, der er nicht wi-derstreben, deren Hand er gar nicht einmal sehenkann, ist es, die ihn hinwegnimmt, und er weißnicht, wann? wie? wohin? er muß folgen, undnur Werkzeug, nur Maschine der höhern Machtscyn. Wenn etwas der Freiheit der Vernunft,der Selbstwirksamkeit des Menschen , allen seineneingebildeten und wahren Vorzügen mit Eins ent-gegen zu seyn und sie zu vernichten scheint, so istes dies. Was Hilsts denn, im Leben, über kleineSchritte und Bewegungen sich so viele Mühe undRathschlagens und Ueberlegens und Kümmerns zumachen; sich da mit Freiheit und Entschließung undTugend und Selbstbestimmung so viel vorzuspiegeln,und der c i n z i g e, ganze, große Schritt, derdas Leben selbst heißt, wic wir hineingekommen sind? und wie wir hinausmüssen? der Schritt, von dem doch alles Vo-rige abhängt, und sich dagegen ins unendlich Kleinezu verlieren scheint in dem Schritte sind wir Un-wissende ! sind wir Sklaven, wandelnde Schatten,die durch die Flamme eines andern Lichts aufschat-ten, und vorüber schatten, und nicht mehr da sind!Träumer auf Erden, die ein mühseliges Leben träu-men, das sic sich nicht selbst gegeben, und sich zuerhallen nicht die mindeste Macht haben! Tage-löhner in einem fremden Dienste, die sich nachdem Schatten Umsehen, und darnach s e h-ncn, daß ihre Arbeit aus scy. Die Lageverfliegen wie ein Wind, rollen her-um, wie ein Weberspuhl, und sind ver-gangen, und unsere Augen kommen