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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

verworrenen Einbildung, und eines Herzens, wassich gerne so tauscken wollte: so füllt sie natürlichin eine Art trauriger Schlafsucht, stummer ermat-teter betäubter Trunkenheit, aus der sie nun mei-stens eben die Stunde weckt, die Alles wieder weckt,die mit allem Traurenden und Grausenden ansHerz tritt, die Stu n d e d e s B e g r a b n i sse s.Da schallen die Todtenglockcn, die Stunde ist da,da auch der letzte Ucberrest, das Bild der entseeltenGebeine von der Erde hinwegfallt! Die Todten-glocken schallen! die Stunde ist da, da wir zumletztenmal nicht mehr ihn, sondern seinen Sarg,sein enges, einsames Haus vor unfern Armen vor-bei wandeln sehen, und ihm das letzte Lebewohl!sagen sollen: die Glocken schallen! wir geben den

letzten, traurigen stillen Gang mir ihm, den ernicht mehr mit uns zurückgehen wird die Stun-de, M. Z. , hat wieder so was Betäubendes undDumpfes, daß sie nicht wohl der Hellen, ruhigenUeberlegung Raum laßt.

Aber wenn sich nun wieder die Seele samm-let : die traurigen Bilder rücken in einige Entfer-

nung, daß das Auge Gesichtspunkt bekommt undsie betrachten kann: die gütige Hand der Zeit hateinige Tropfen Linderung und Trost in den Becherder Traurigkeit geträufelt: die erste Lebhaftigkeit derEmpfindung wird schwacher, um Grab , und Herzwirds gleichsam stiller aber nun eben fühlenwir die wirkliche Leere und Verlust, dawir erst nur das Gewaltsame der Entreißung fühl-ten. Siehe da die leere Statte, die leeren Kam-mern, wo er war! die Stellen, wo wir ihn sahen!