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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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341
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und Homilicn.

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Charakters" > Da hat man keine Leichenredennöthig, um Thranen zu wecken: sie fließen von

selbst, diese Thranen, und ehren den Sarg unddas Grab des Tobten, und gewahren sanften Trostund Linderung für die, die sie weinen.

Die erste Traucrzeit- M. 3., die Sterbe-stunde selbst hat bei ihrer Rührung was Schreck-liches und Betäubendes. Ein Freund, der in un-ser» Armen erblaßt, dem nun mit einmal Blutund Othem und Her; und Lebensgeist stille steht:sein Auge starret, sein Ohr verstummet, er erkaltet,die Hand des Todes hat ihn berührt das mensch-liche Wesen ist nicht Mensch mehr das allesscheinet in den erste» Augenblicken so betäubend,daß cs einem Traum, einem Wahn, einem leerenSchrecken ähnlich wird: wir glauben fgst, cs seynicht möglich; der Körper müßte wieder erwärmen,die Sceic wieder zurückkchren, das Herz wiederschlagen, das Auge wieder sich öffnen wie? solltecs möglich-seyn, daß der jetzt noch sprach, dachle,empfand, handelte, Mensch war, wie wir esjetzt nicht mehr sey? daß sein Geist erloschen, oderunermeßliche Räume von ihm getrennt sey? Nein!seine Seele ist vielleicht noch in ihm, vielleicht nochum uns, höret unS, sichet uns, wird wieder spre-chen, wieder zurückkchren! und 0 daß sie'sthate!

Indessen, M. Z., wenn sie's nun nicht thttt;wenn die traurende zurückgelaßne Seele sichet, dgßes nur ein Traum war, der täuschende Traum derMenschlichkeit und Liebe, das süße Phantom einer