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Christliche Reden
halbe Seele war, aus den Augen Unmündiger, dieseinen Verlust und Abschied noch nicht einmal ken-nen , aus dem Kreise seiner Freunde, der Seinigen,seiner Beziehungen, so Vieler, die an ihm einenWohlthater, einen Freund, einen Menschenfreundverlieren — wie er in zwecn unvcrmuihctcn Augen-blicken alle diesem auf ewig entrissen wird — einsolcher Todesfall, M. Z., ist überhaupt ein ein-drücklicherer Lehrer der Wahrheit, ,,daß unsers Blei-bens nicht hier scy; daß es mit allem, was unsgegen den Tod schützen sollte, Jugend, Vorzügen,Hoffnungen, Wünschen, Erwartungen nichts scy:"als alle Predigten und bloße Unterweisung. Undwenn wir nun die allgemeine Wchmuth und Rührungbei diesem Todesfälle sehen, das zerschlagne, zer-rißne Herz der Seinigen , und die allgemeine Trauerund Theilnehmung Aller, die in diesem Augenblickdie Seinigen wurden, die Seufzer, die Thronen,die wehmülhige Stille und Regungen, die ihn denletzten traurigen Gang mit hin begleiteten, das all-gemeine menschliche Mitgefühl, was die ganze Stadtergriffen zu haben schien, und so verschieden aus-brach ; 0! M. Z. , was zeigt uns mehr, als dies,„daß nicht jedes Leben an jedem Tobten gleichgültigsey, daß ein gutes Herz überall empfunden, undauch selbst dann noch mit der letzten ganzen Ge-walt empfunden werde, wenn's nun durch die kalteHand des Todes von allem, was ihm ähnlich undverwandt war, herzblutcud losgetrennck wurde; daßuns überhaupt kein süßeres Andenken überlebenkönne, als die Erinnerung theilnehmender, men-schenfreundlicher Gesinnungen, einer edlen Leutselig-keit, eines die Wahrheit mitfühlenden brüderlichen