Christliche Reden
seelct, das bin ich! — Das ist, M. A., unserJesus, er möge dafür oder nicht dafür erkannt wer-den. „Glaubst du das?" „Herr,^,ja ich glaube,daß du bist Christus rc. —- ich glaube, so viel ichkann und weiß!" — Und Jesus nahms an; derErfolg sollte wohl ihren Glauben aufhellcn undstärken,
Nun eilte und rief sie ihrer Schwester. Diesestund eilig aus: die Juden folgten und glaubten,
daß sie (nach der schönen Gewohnheit des Morgen-landes) zum Grabe ginge, sich ihres Bruders zuerinnern. Sie kommt aber zu Jesu, und siche,nun belebt sich Alles auch in der Erzählung des Evan-gelisten, Als nun Maria kgm und säheihn, fiel si e ; u se i n e n Füße n , sprachzu ihm rc. — kaum die Worte der vergeblichenHoffnung, die Martha sprach: da schwieg sie, konnteweiter nichts sa^en , nicht den Glauben, die Bitte,das Zutrauen bezeugen, das jene bezeugte: sie
weinte, sprach aber also verstummet mehr, alsalle Worte sprechen konnten. Als Jesus siesähe weinen und die Juden, d i e u m siestanden, auch weinen, ergrimmte er,wurde im Geist bewegt, und betrübtesich selbst. — Stummes Wort des Wortlosen,wie mächtig kannst du bewegen, Herzen erwärmen,das Her; Gottes kannst du erschüttern! Glaube nicht,arme Verlassene, die nicht sprechen, beten, klagenkann, du seyst verlassen! du seyst ohne Gebet undKlage! die also niederfallt, die stumme Gestalt,dein vernichtigres Daseyn ist das rührendste Gebet,umfaßt das Herz der Gottheit: Er ists, der in dir