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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

ursacht hat oder die Pforte zum Licht bleibt dirin dieser und jener Welt ewig verschlossen! Unddu Bösewicht, der du gar das Zutrauen des An-dern lockst, um es betrügen zu können, der du mitdemwäre ich, und wenn ich nun nicht will!"spielst und höhnst: ein betrüglichcr Stab bist du,der die Hand durchbohrt, die sich auf ihn lehnet,und den gewiß einst Feuer erwartet: ein Mörder bistdu an den zartesten Seiten des menschlichen Herzens,an denen du Arzt, Helfer, ein Gott seyn solltest.

Herr, wärest du hier ic. Am Bett einesKranken und Sterbenden sieht man recht, wie we-nig ein Mensch, Schwester, Bruder, auch mit demgütigsten Hcrzen thun können! Konnten sie einenTropfen Glut auf seiner Stirn und Zunge kühlen,als mit dem Tröste:Jesus kommt, ein höherer

Helfer wird da seyn!" O darum thue Gutes, solange du cs thun kannst: wirke, so lange es Tag

ist: es kommt ohnedem zeitig genug Nacht und

Abend, da du nicht wirken kannst.

Herr, wärest du hierrc. Geht etwasüber die freundschaftliche Stimme des Zutrauensund der Ansprache, daß der Schmerz sich auch mitdem Schatten des abwesenden Freundes tröstet, ihnruft, seiner Gegenwart nichts unmöglich findet?Du wirst dort in der Entfernung genannt, gehofft,gesegnet: man wartet auf dich, wie der Wandererauf die Morgenröthe: du wirkst auch da, wo dunicht bist, mit Liebe bist ein kleiner dunklerSchatte der Allgegcnwart Gottes. Auf, entsprich demVertrauen! crfüll's! lebe überall in dem Hcrzen,