und Homilicn.
3r5
Hort auf mit Trallren und Klagen,
Ob dem Lobten soll niemand zagen,
Ist er gestorben als ein Christ,
Sein Tod ein Gang zum Leben ist.
Der Sarg und Grab drum wird geziert,
Der Leib ehrlich begraben wird,
Daß wir glaub'» soll'n: er ist nicht todt.
Er schlaft und ruhet sanft in Gott!
Wohl scheint uns, es sey Alles dahin,
Weil er liegt ohne Muth und Sinn;
Doch soll sich bald finden wiederLeben und Kraft in alle Glieder.
Bald werden diese Lodlenbein'
Erwärmen und sich fügen feinZusammen, mit Kraft und Leben:
Gott wirds ihm herrlich wicdergeben.
Ein Waizenkörnlein in der Erd'
Liegt erst todt, dürr' und unwerth,
Dann kommt bald seine zarte BlumeMit lieblichem Gras hervorgrünend-
Das ist der alte christliche Gesang des Todes. La-zarus, unser Freund, schlaft rc. DieJünger Verständnis nicht. Jesus mußte ihnen dasharte Wort Tod, gestorben! selbst nennen.Zugleich sagt er ihnen, ,,warum er gcharret undgeweilt habe — um ihrct willen! — seinen Zweck,wozu er gehe — und wer hatte nun sich mehr freuensollen, als sie? daß ein Todter lebendig, eine un-glückliche Familie glücklich, ihr Heiland durch diesWlindcr so geehrt würde — sie waren aber nochsehr verstopften Sinnes. Der ungläubige Thomassagte sogar ein trotziges Wort eines Verzweifelnden,das meistens zu schön verstanden und angewandt