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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Hvmilicn.

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Und so blickt Gott, der Ewige, der allwissendeVater, auf alle Leiden seiner Kinder!Wie konn-test du," wimmert, klagt, zweifelt das vom Au-genblick des Jammers ergriffene Geschöpf,wiekonntest du, allseliger Vater, leidende Geschöpfeschaffen, deine Kinder? Warum gingst du aus dirselbst, unvollkommene Wesen hervorzubringcn, siedem Joch der Trübsal, der Fehler, des Leidens zwunterwerfen ?" Wimmerndes Geschöpf! vor Gott,der in der Ewigkeit wohnet, bei dem Zeit und Raumnichts sind, sind keine leidende Geschöpfe. Alles istin seinem Blicke schon aufgelöst, errettet, jauch-zend ! der Erlöser der Welt, von Ewigkeit und inEwigkeit erwürgt, er thut auf dem Throne Gottesnichts, als selig machen, helfen, erretten, undkann nichts anderes. Sein Blick der Ewigkeit siehtAlles schon entwickelt, das Unvollkommene vollkom-men, Krankheit, Tod, Moder überstanden, Allesvoll Leben! Und sieht in jedem Augenblickejedes Uebcrganges für Alles gesorgt, die Versuchungzugcwogen, die Kraft gestärkt, Raum und Zeit alsdie Einfassung der höchsten Güte, der höchsten Weis-heit. Wenn Lazarus da liegt, kranket, seufzt,stirbt wenn seine Schwestern da stehen, Händeringen, vergeblich hoffen und weinen - die Krank-heit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes:Lazarus ist schon auferstanden!

Erhabner, Heller, seliger Blick der Gottheit,der über Alles sicht, und Alles herrlich und vollen-det sieht, in alle Ewigkeit vollendet nur einenSchimmer, einen matten Lichtstrahl sende in dieSeele des Leidenden, in seine dunkle, verlassene,Herders Werke z. Rel. u. Lheol. III. T