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Christliche Reden
nicht zum Tode. Verzage nicht, mein Bruder,leide, dulde! der dich liebt, der Allgütige, hat ge-sagt: die Krankheit ist zur Ehre Gottes, zumRuhme für ihn! Er wird also kommen, ge-wiß kommen : vielleicht ist er uns schon nahe, nurwir hören seinen Tritt nicht" — so trösteten sieihn uno sich , so linderten sie die bittre Schaale sei-ner Leiden mit Tropfen der süßen Hoffnung : sie trö-steten ihn sanft hin-zum Tode!
Milder Vater und Regierer der Menschen, mitwelchem Strahl und Schimmer leitest du uns oftdurchs dunkle Thal des Lebens! Wir hoffen, wün-schen und — leiden nicht mehr! wir verstehenund finden und legen uns aus, was wir hoffenund wünschen! wir hoffen und sehen dem Tode insAntlitz!
Aber in wie höheren Sinne sprach Jesus dieWorte, als diese Leidenden dachten. Die Krank-heit ist nicht zum Tode, und der Schauerin die Zukunft sähe mit dem Blick schon seinenTod — aber auch sein Auferstehn; der Tod warnicht mehr, er war in Ehre Gottes, Freude undGlückseligkeit verschwunden.
So schauete Jesus auf alles Leiden seiner Brü-der; sie waren ihm nicht Leiden mehr, sondern Ue-bergänge zur Errettung, Gefäße zu größerm Gut.Er sah am Blindgeborncn nicht einen Elenden,einen Sünder, einen Gestraften: sondern ein Werk-zeug der Absichten Gottes, ein Gefäß zu höherergöttlicher Ehre,
Und