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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Ho Milien,

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Verrückung oder Verwirrung oder auf ein leercSTrugschaulpiel hinausgegangen wäre. Es ist einjm Morgenlande bekannter und innig gefühlter Aus-bruch, wie sehr sie künftig die Gottheit, die über-menschliche Herrlichkeit des Erlösers empfinden wür-den. Als ob her Himmel über ihm aufgethan, undKräfte Gottes sich sichtbar und fühlbar auf ihn her-abbcwegten so sollten sie ihn von nun an oftempfinden! in so unnennbare, tiefgefühlte Augen-blicke gerathen. Kurz, was Jesus so oft sagt, siesollten in ihm die Herrlichkeit Gottes sehen! Wun-derkcaft, wie er mit seinem Vater Welten regiertund den Arm durch die Unendlichkeit breitet, undhoch hier auf Erden in stiller Ruhe, in schweigen-der Erniedrigung weilte. Man lese Johannes, undfast in allen Kapiteln werden Spuren dieser gefühl-ten Herrlichkeit und Gottes-Empfindung sichtbar.(Joh. r, 14- Kap. 2, ic. Kap. 3 , 3 i. Kap. 5 , 17.2p. u. s. w.)

Wir sind nicht Jünger Jesu, die auf solcheArt mehr des Anblicks seiner Herrlichkeit gewürdigtwerden können: unser Glaube muß auf Ueberzcu-

gung beruhen, oder ist Betrug der Einbildung und'Schwärmerei. Wir stehn nicht mehr am Mittel-punkte der Gottcsoffenbarung, sondern schweben amAbhange der Zeit, wo aus dem Wort Gottes undhistorischem Zeugnis unser Glaube kommt. Aber,

0 Mensch, wie kalt müßtest du seyn, wenn dichdeine Religion stets ohne nähere lebhaftere Empfin-dung der Gegenwart Gottes, seines großen Weis-heits- und Gnadenplans über das Beste der Mensch-heit, gleichsam ohne Anschaun Gottes und Jesu