ließe! wenn dich kein Gebet näher zu ihm rückte,und dir unmittelbar seine Gegenwart, Hülfe undEinwirkung in dich zu empfinden gäbe! keine Be-trachtung dir Zesum naher brachte, in ihm unmit-telbar das Bild Gottes, seiner Güte, Weisheitund Schöne zu sehen, und in ihm dein Haupt,dein Brudcrvorbild, dein Ziel der Seligkeit, Ruhe
und Vollkommenheit zu fühlen!-Auch hier
misset die weise und gütige Hand Gottes, und thcilteinem jeden zu, was und wie viel er braucht. Erweiß die dürftige liebende Seele auch in der Nochzu finden, wo kein andrer Trost ist, als dieserunnennbare Blick zum Himmel, Gefühl Gottes undVorgefühl der Unsterblichkeit! Er weiß da aufzu-muntccn, wo nur das aufmuntern kann, undeine Seele, die dem Himmel reift, auch mitHim-melsrcinem Vorschmack zu lohnend Und endlich derTod, der letzte Augenblick zwischen zwo Welten —o Jesu, da laß unfern Blick eröffnet sepn und denHimmel aufgethan, und dich in der Gestalt sehn,wie du Stephano erschienst, mit offenen Armen ihnzu empfangen: so ist unser letzter brechender Blickgewiß ein Blick voll Gottesruhe und Seligkeit —der Blick eines sterbenden Christen, voll stiller Größe,wie's sein Heiland war lebend und sterbend! —