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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
Entstehung
Seite
309
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und Homilien.

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So war also der Weg zu Jesu, den er selbstliebte, ein Weg der stillen Demuth, Liebe undUeberzcugung! und wir sehen aus den Folgen, wiehoch der Weg gcführet! wie viel und die bestenSeelen er gewonnen! Andreas und der Jun-ger, der aus Bescheidenheit sich selbst nicht nen-net (v. 40.) Johannes, Simon und Phi-lippus und Nathanael, die besten, in derFolge so sehr ausgezeichneten Charaktere unter denSchülern Jesu: sie waren die erste Frucht, die

sein Baum trug, der erste Gewinn, den sein Netzzum Himmelreich fischte! (Matth. , 47.)

Und wie schnell! Cs ist in unserm Text gleich-sam nur vom Finden und vom Erkennen dieRede! So wahr, so schnell, so innig und tief-wirkend dieses Finden und Anerkennen geschieht, sogings mit dem stillen Fortgange des Reiches Jesu.Es brannte, es zündete, cs pflanzte sich unmittel-bar fort ! es wirkte, wie Magnet, Sonne und alleKräfte Gottes in der Natur, still, stark, schnell,lebendig!

Schönes aufmunterndes Bild des Fortgangsvon allem wahrhaftig Guten, von aller schönenund wahren Tugend! Finden und Anerken-nen, gefunden und anerkannt werden, ist derganze schnelle unmittelbare Weg, wie sie wirkt.Keines Zwangs und keines Ausbringens bedarf sie,der ihr überdem so fremd ist: sie wirkt, wo undwenn sie erkannt wird, mit stiller , freier, göttli-cher Macht auf menschliche Herzen und kann ihresZwecks nicht verfehlen. Hat die Tonkunst Vernunft-