erwartet uns dort! nur das ist Tagwerk, was unsmit Christo lohnet! Unser Leben, unsre Tugendund Herzensgute sei verborgen mit ihm in Gott!(Koloss. 3, 3. 4. u. f.)
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So war Jesus für sich, und wie kündigteer sich nun an in seinem Betragen zu Andern?Ganz und gar nicht. „Wen sucht ihr?" istsein erstes Wort, womit er nach so hoher Ankün-digung bei Johannes erscheint, und was er, gleich-sam sich selbst verkennend, an die thut, die ihmauf Johannes Zcugniß und die Botschaft vom Him-mel Nachfolgen — „Wen suchet ihr?" und da sieihm antworten, ist wieder nur das bescheidenste,liebreichste und prüfendfle Wort seine ganze Ant-wort: „Kommt und sehet!"
„Kommt und sehet!" er ließ also That spre-chen und sprach nicht selbst: drang sich nicht aufund kündigte sich nicht an!
„Kommt und sehet!" Die Thürc des Fremd-lings, des Armen, des Dürftigen auf Erden war,obs gleich schon spat Abends war (v. 3 g.), nieman-den verschlossen, der ihn suchte.
„Kommt und sehet!" Er wollte keinen Beifallohne Augen und keinen Glauben auf Andrer Zeug-niß! Kommt und sehet, braucht Vernunft undSinne und prüfet selbst!