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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

hervordrängende, tiefverborgne Tu-gend; wo sie sich auch in Trümmern nur undeinzelnen Spuren findet, ist sie düs Liebenswür-digste, Gottälmlichste in der Schöpfung, Bild Got-tes in unvollkommener, tiefverfalleNee Natur; sieist, wo sie ist, das tiefste, schwerste und gleichsamunergründliche Kennzeichen, der schwerste und innig-ste Grad tugendhafter Bestrebung! eNtfagt hundertLeidenschaften, Affekten und Beweggründen, die beiandern, im niedrigern Grade, ungemein vieles Guteausrichtcn können und noch Mehr Annehmliches fürunsere Sinne haben! entsagt üllem Geräusch, äu-ßerlichem Ankündigen, Scheinen, Blenden und Lohnder Welt! ist aber auch, wo sie ist, in ihr selbstunaussprechliche Süßigkeit, Lohn und Schönheit.Sie theilt sich allen unfern Handlungen mit, undsalbt sie mit Ruhe, Reinigkeit und Unschuld ! Wennsich Alles üM uns wechselt und sortstürmt und än-dert, ändert und verläßt sie uns nicht, ist unsicht-barer Glanz von Gottesheitre, der in uns schwebtund erquicket unsere Gebeine! Christus Sinn undChristus Seele, La Mm Gottes, in seinem An-schauen wandelnd, von seinem Feuer und Güte undKraft durchströmt großes und schweres Vorbildder Tugend!

Cr war hier, nur für Andere zu tragen: undtrug fortdauernd, sanft, unerkannt und stilleWas ist unser Dasepn? was unsre Tugend? washaben wir für Andere thun können, thun wollen?zum Besten der Welt Und unsrer Brüder vor Gottgethan? Oft, wenn wir nur die gewöhnliche Bürdedes Lebens f ü r u ns , unabtrennbar von tausend