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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Ho Milien.

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große Versöhner und Wiederbringer, durch den Gott,und auf wie stille Weise! die Schöpfung zu schaffenund zu erneuern beschlossen Lamm Gottes,das die Sünden der Welt wegbrinqt!stille Größe! Abgrund einer Weisheit des RathsGottes, die sich bis auf die Ewigkeit erstrecket, undnur die Ewigkeit ganz erkläret! Das ist der tiefe,vielfaffcnde Sinn, der in diesem Bilde, und indiesen stillen Worten liegt, mit denen man sonstfast nichts thut, als sie entweihen, unwürdig da-mit tändeln und spielen!

Wie viel das Bild, der Charakter und dieAbsicht Gottes mit ihm uns sage und lehre undvorbilde: muß, glaube ich, auch nur durch stillesAnschauen und unmittelbare Empfindung erkanntwerden. Die Aufopferung, Reinigkcit und Un-schuld, das tiefe innere Gefühl, nicht zu scheinen,sondern zu seyn! vor Gott zu seyn und nicht vorMenschen! Die Stille der Seele, die man Tiefedes Gemüths nennt, die gleichsam nicht in denSinnen, sondern bei ihr selbst, vor dem Anschauenund im unmittelbaren Genuß der Aehnlichkcit Got-tes wohnet dieser Charakter Christi, dieser Chri-stus sinn, der ist das Muster und Ziel, wohinuns die höchste Lugend und -Menschenglückseligkeitweiset! er ist, wo er sich auch nur in Trümmernund einzelnen Spuren findet, die stille, lei-dende, tragcndthatige, sich aufopfern-de, aus B r u d c r g ü t e für andre sich auf-opfernde, oft verkannte und nimmer sichHerders Werke z. Rcl. u. Lheol, HI» U