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Christliche Rehen
frühe beschenkt war. Und endlich, die große Ver-wicklung und Entwicklung der Vorsehung, daß dasBlut so vieler Unschuldigen durch eine so unschul-dige Reise vergossen, seines verschont, so wunder-bar verschont, Er nach Aegypten gerettet, nachhernicht Bethlehem, sondern Galiläa sein Pflanzortwurde — welche Folge von redenden merkwürdigenBegebenheiten der Vorsehung Gottes!
„Aber nicht auch das Mut der unschuldigenKinder?" Allerdings, und eben bei dieser so blu-tigen Folge einer unschuldigen -Handlung laßt unsam meisten aufmcrken, um Trost und Aufmunte-rung eben da zu finden, wo sich das Bestgemeinteunsers Lebens blutig und widrig verwickelt. Wennbei einer unschuldigen, guten, reinen Handlungauch in den Folgen alles gut, licht und eben ist —da darfs keines Trostes, da hat die MenschheitTriebfedern und Heben genug — da geht und laustalles seinen Weg fort. Aber beim Gegentheile,wenn sich die Folgen verwickeln, und das nicht ge-meinte Böse das im Sinne gehabte Gute, wie weitund hoch übersteigt! —- Wenn auf die Andachtund heilige Einfalt dieser Weisen nichts minder.alsBlut der Säuglinge und Unmündigen in allenStraßen Bethlehems floß, an allen ihren Grenzenfloß, in jedem Hause der Stadt und auf Aeckern,Gefilden, und Gcbürgen nichts als Stimmen kla-gender Mütter, trostloser Gedahrerinnen tönten,und von diesen Fremdlingen, als unvorsichtigenLandstreichern, das Leben ihrer Geliebtesten, desSohns, der Tochter ihres Herzens, die sie ebenjetzt in einem so unglücklichen Jahr dem Schwecdt