und Homilien»
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eines Tyrannen hatten gebären , ihre Hoffnung undLebensfreude in ihrem Blute fließen und trocknenund verscharren selbst halten sehen müssen —- daist der göttliche Wink dieser Geschichte: „Gott war„ein Freund dieser Weisen! Er hatte sic hieher ge-senkt, schützte ihr Leben, und würdigte sie im„Traum, sie wieder wegzulenken! Vom Blute der„Unschuldigen, das sie nachließcn, wußten sie nichts,„und noch weniger wars bei ihrer ganz gutgemein-„ten Handlung aus ihrer Seele, daß es ihnen der„Richter der Welt, wie vielleicht der Schmerz der„Mütter, Härte zurechnen sollen" — Der Winkdieser ganzen Geschichte ist uns denn, welch eingroßer Trost des Lebens ! Verzage nicht, armer küh-ner Sterblicher, wenn du im Gedränge deiner Hand-lungen oft ganz andre Folgen sichest, als du dach-test, und laß dich alsdann den Fersenstich der Reuedes Vergangnen nicht bis zum Unmuth, zur Er-mattung, zum Mißtrauen auf Gott, und zu einerschleichenden langsamen Verzweiflung hinabquälen!Das Blatt, was abfällt und was da blühet, dasSaamenkorn von Handlung, das da verweset oderUnkraut bringt, ist, so wie das, was edle Früchteträgt, Werk der Vorsehung ! War dein Herz rein,deine ganze Absicht gut und heilig und überlegt undvor Gott geprüft — nun thue mit schüchternemMuthe, mit furchtsamer Freudigkeit deinen Schritt,und was auch die Folge davon sey, stehe nicht zu-rück, suche nicht Freude und müßige Sclbstspiegc-lung in dem, was dir gelang, aus Furcht, dumöchtest oft das Gegentheil sehen, das dich alsdann,den Trotzigen, Selbstsüchtigen, Stolzen! wiederauf einmal verzagt und muthlos und reuig über
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