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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

Da sie den Stern sahen, wurden siehoch erfreut und gingen rc. Ihr Wunschwar erreicht! ihre Reise vollendet!

Aber wie konnte der Stern ihnen das Haus?und warum nicht auch daS Kind zeigen?" Hiersteht nicht, daß er ihnen eins von beiden gezciget.Sie folgten der Stimme:ziehet nach Bethlehem

und forschet!" Dies thakcn sie, und wir findennicht, daß sic dem Stern nachgelaufcn, um Beth-lehem oder das Haus zu finden und wo mußteder Stern stehen, um das zu zeigen ? Sic kamennach Bethlehem, forschten, und wer sich an dieBegebenheiten bei der Geburt Jesu erinnert, wirdleicht denken, daß in Bethlehem von diesem Kindealles voll seyn mußte. Da wars also leicht zu fin-den, und siehe da! eben im Augenblicke des Fun-des wurden sie auch das Zeichen gewahr, dadurchGott sie nach der Religion ihres Landes und ihrerWissenschaft geweckt, um auf ihre Seelen zu wir-ken : der neue Stern, der nach der Weissagungjetzt erscheinen sollte, und ihnen im Morgen-lande erschienen war, war wieder überihnen - Hocherfreut wurden sie über das Zei-chen : er und ihr Herz sagte ihnen, daß sie sich

nicht irrten, daß das das Kind wäre sie gingenin das Haus gewissen Tritts und fester Hoffnung,als ob der Stern über der Krippe stünde. Unddas drückt also der Evangelist nach seiner gemeinen,kurzen, treuherzigen Schreibart aus, was wir imgemeinen Leben ja so oft sagen: die Sonne geht

aus: der Mond geht! der Stern steht da und daüber dem Hauseer stand oben über, da das