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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

psung, ob sie doch ihn fühlen und findenkönnten, (Apost. 17, 27.) waren sic mit treuemHerzen, und denen ließ er sich also, bei einer soaußerordentlichen Zcitfrist, nicht unbezeugt, EinWink von ihm, eine innerliche Ucberzeugung , daßihre Reise kein Fehltritt scyn würde, ein Trieb,Zug, Bekräftigung des, was sie fanden und glaub-ten, that mehr als alles. Siehe jene Vögel zie-hen! auch jene jungen Vögel, die zuerst binzicben,wo sie noch nie gewesen sie kennen das Landnicht: sie wissen sich über ihren Zug nicht, cder

sehr undeutlich zu erklären, Zug istS aber, Trieb,göttlicher Ruf, innere Ahnung: sie brechen nochbei guter Zeit auf, verlassen Land und Geburtslandund Wohnung und vertrauen sich ihrem Fittig.Sie frohlocken und reisen, und finden, was siesuchen und nicht kannten. So wars vielleicht ei-nem großen Theil nach mit dieser Reise der Wei-sen. Zug und Antrieb des Herzens ersetzte denMangel der zweifelnden, tappenden oder gar ver-höhnenden Vernunft. Sie übernahmen die Gefahreiner vergeblichen Reise, die nach der Sprache ihresHerzens nicht vergeblich seyn konnte, sie wurden beiihren Mitbürgern vielleicht Thoren, üble Patriotenihres Landes und schlechte Anhänger ihrer Religiongenannt, daß sic ein anderes Land, andern König,andere Rcligionsoffenbarung suchten aber bei alledem waren sie Weise, Boten und Werkzeuge beiGott: folgten, suchten und fanden.

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