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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Neben

Welt an, im weiten Reiche der Schöpfung ihnsuchte und ihm diente.

Aber wie sagte ihnen nun der Stern die Ge-burt des Heilandes? Am Himmel stands freilichnicht geschrieben, und noch minder wird der Aber-glaube dadurch begünstigt, daß Sterne Regierer oderUnkundiger menschlicher Schicksale sind, wenn wirdie muthmaßliche Erklärung hören ' ImMorgenlandc war eine Weissagung, beinahe so altals Welt und Schöpfung, deren Ursprung mannicht weiß, weil sie in die frühesten Zeiten binauf-steigt, daß die. Weltdauer, wie die Zahl der Schö-pfungstage Gottes, sechs Jahrtausende seyn sollte.In der Mitte der Tage, am Anbruch des großenvierten ^Jahrtausends sollte eine große Umwälzungund Wiederherstellung des menschlichen Geschlechtsgeschehen, und der geboren werden, der diese neueWelthalfte auf der Erde beginnen würde. DiesesWelcalter brach an: viertausend oder Eins oder

Zwei warS, da die Weisen ankamen (denn »bcrzweijährige Kinder stieg auch Herodes nicht bei sei-nem Blutbade!) Diese Weisen Orients waren ebenihre Sternseher und Zeitrcchncr: nach jener alten

Weissagung war also die Zeit da: der Zeitpunkt desStandes der Gestirne erschienen: die Geburt des

Heilandes! Sie reiseten, ihn zu suchen-

Aber wie nach Judäa? das sagte ihnen freilichwieder weder Stern noch Kalender: aber wohl wie-der jene uralte Weissagung. Auf Judäa zeigte diese