270 Christliche Reden
selbst Stkem, Schatte und Farbenspiel noch voneinem Wesen zeugen, was sie abwirft, wasgründlicher ist als sie — wo ist endlich Grundvon allem, alS in der unsichtbaren Welt, wojeder Geist Mitwohner, wo auch meine SeeleMitwirkerin, wo jeder ihrer Gedanken was wirk-liches ist,That und Handlung, offen-bar vor Gott!
Auf daß vieler Herzen GedankendffeNbar werden. Das ist also die einigegroße Entwicklung des Lebensspieles, unsicht-bare Erziehung Meiner Seele, allgemeineG e d a N k e n e N t w i ck l u n g, Schule der Nei-gungen , der Hebungen, der Tugend, das ist meinLeben! — Am Aeußerlichm liegt nichts, als so-fern es Schauspiel des JnNerN ist: Gelegenheit,Anstoß zu Uebung, und Kraft! Gott wollte dieZwecke an dir erreichen, dein Herz in die Formgießen, deine Seele zu den Empfindungen gewöh-nen— Die Reihe von Gedanken solltein deinem Leben offenbar werden vor Gottsiche das ist dein Leben! —-
Welchen Segen kann ich mir also auf dieserbitten, als den, der eben sein Zweck und Wesenist, o Gott, daß Mein Leben, daß auch das Jahrdieser Zukunft nichts als die besten Gedan-ken offenbar mache vor dir. Was mir begegne —ich kanns nicht bitten, ich kanNs Nicht sage«! ausFurcht, , daß ich sonst meine Thorheit allein offen-bar machte vor dir: aber laß michs annehmen l