Christliche Reden
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mit dem Endzweck, wozu wir da sind, gleichsamberuhigend abfinden, kein Daseyn wünschen undanstreben, was nicht möglich ist, was weder unsererster Stammvater Adam, noch sein Einiges Nach-bild, JesuS, gehabt noch haben können — daßallein der Segen aufs Leben Jesu, Segenauf unser Leben, auch Segen aus diesneue Jahr werde — V. 22.
L u c a 2, 33 — 38s
Wir sahen neulich, mit welcher Seligkeit-,Feuer und Inbrunst der Simeon in den ArmenJesu gen Himmel schied, und gleichsam mit einemStrahlenblick voll Wonne in andern Welten schwebte— nun kommt er auf die Erde wieder, und daer mit eben dem Blicke, der so fern gewesen war,wieder sinkt, sieht er, der nahe Engel, noch in sei-ner Seele Mutter und Kind: er will sie segnen —und was ist der Segen? ,,Zu Leid und Freude lund mehr zu jenem, als zu diesem." Siehe,-dieser wird gesetzt zu einem Fall rc.Und es wird ein Schwerdt rc.
Sonderbarer Segen und noch sonderbarer aufdieser Stelle! Ein Greis, der 'Alles erfahren, undnun zurücksieht und — also-segnet! Ein Greis,der vom Himmel kommt, noch am letzten Punktezurücksieht und also segnet! Segnend das größteKind, den edelsten Sterblichen, den er als solchenglaubte, umfassend — und also segnend! kanns.rührender bestätigt werden, was der erhabenste derPsalmen (Pf 90.) von der Summe des menschli-