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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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und Homilien.

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chen Lebens sogt: Leid und Freude undwenns köstlich ist, so ists Mühe undArbeit! und daß eben in dieser Müh undArbeit sein. Seliges besieht Mühseligkeit!das ist dgs Wort, das alles sagt,

Und in welchem Leben würde es nicht bestä-tigt ! welcher Vater, der sein neugcbornes Kindaus die Arme nimmt , wird ihm einen andern, alsdiesen Segen Simeons geben welche Mutterznihrem Kinde anders als dies sagen können: ,,;nFreud? und Leid Hab ich dich geboren." So willsdie Nottür; sie sondert ihre Kinder nicht von derEmpfindung beider ab, sondern übt sie frühe inHeiden : taucht sic frühe in. die Wasser der Harteund Zubereitung, .sagt ihnen durch alle Zufalle frühe,daß sie nicht Pflanzen allein sind, im Garten derRuhe allein zu blühen, sondern auch Baume desSturms und des Strebens, die eben im Strebenund Hoffen nur wachsen, nur gedeihen! Wardas der Segen aufs Leben Jesu wer wollte, einhesser Leben? welch ander besseres Leben ist möglich?

Bei Jesu traf die Weissagung Simeons nichtbloß ein, sondern sic war ihm auch gewiß unver-meidlich. Er war ein Zeichen dcs Wider-spruches: ein Eckstein des Falls und

der Auferstehung und konnte nicht füg-lich Eines feyn ohne das Andre. Er verwirrte soviel Begriffe, Vorurtheile, Schwachheiten altenAberglaubens, den sie Religion nannten, und an