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Christliche Neben
klebten an der alten, wenn auch noch so moderich-ten , Gewohnheit: sie fand keinen Raum zu wirken,sie ward im Keime erstickt '-In der Römi-
schen Welt jetzt wie anders > Ihr Staat war zugreß, als daß er sich um jedes Wölkchen, das auseinem ModekhaufeN sich aufzöge, bekümmern konnte
— wie viel konnte also Unter dem weiten, dunkelnSchatten des hohen Baums wurzeln, che cs zuröffentlichen Ansicht kam, oder sie schien zu verdie-nen! Der Römische Geist war auf ganz andre Dingegerichtet, und eben auf die Dinge, von denen eineNeue Religion, ein neuer Aberglaube, am entlegen-sten schien! sie konnte also lange ruhig keimen, sieward verachtet! In Judäa konnte sie am meistenkeimen, denn das Volk ward am meisten verachtet:es war und kotinte Römern von keiner Seite, alsvon Seite des Aberglaubens, Feigheit, enger Un«gewißhcit lind cingeschlofincN Mcnschcnhafses bekanntseyn, Und in Zeiten, wo eine Sekte des Aberglau-bens die andre fast täglich unterdrückte, wo ein fal-scher Messias Nach dem andern auftrat Und unter-ging unter einet so großen Ernte wilden Un-krauts konnte das wahre, gute Korn, was Gottgestreuet hatte, wie gut, lief und ruhig wachsen!
— Zudem war die allgemeine Religionsduldung bei-nah das einzige Gute, was die Römet mit samteiner Gattung Völkerrechts auf den weiten Kreisder Erde brachten: nicht bloß, daß sie selbst nichtverfolgten, ste hinderten auch alle Nationen Unterihrem Schatten an der Verfolgung, und wir wissen,was es den Juden für Mühe kostete, che sie Jesumnicht ohne Genehmhaltung der Römer und nur durchihre Hände unter dem Scheine eines andern Ver-