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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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259
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und Homilien. 25g

brechens ans Kreuz brachten. Nur da allein, unterdieser allgemeinen Toleranz aller Religionen, wars,da die Religion Jesu sich gebahr, fortmuchs undallwege keimte: nur jetzt erst war freie Lust da, daßsie keimen und gedeihen konnte.

Endlich, da die Römer damals Herren derWelt waren, welche Wege waren zu Ausbreitungdieser Religion unter alle Völker und in alle da-mals bekannte Wclttheile gebahnek Vorher waralles nur enge National: jedes Volk, wie eine In-sel , mit Mauer umgeben: der Zutritt vor Fremden,zumal not Fremden, die Neue Götter brachten, wieverschlossen ! Mit welchen Ungeheuern und Unmög-lichkeiten bewacht, verwahrt! und siehe! jetztwar alles offen. Alle Lander im Zusammenhängeund nur Ein Land ! offner Pfad und Brücke in alleWclttheile und alle nur Ein Römischer WelttheisiRom also reichte bis in Judäa, wie Judäa bis anNom: eine einzige, die Griechische Sprache, konntebis an die beiden Grenzen der Welt reichen^ DieStraße war geschlagen, Und da das Wort im Laufewar, wohin lief's nicht! wohin kottnt's jetzt lau-fen! Woran alle Zeiten vorher, und bald auchnachher große Zeiten einmal kein Gedanke feynkonnte!

Und da endlich dies große Reich siel! da Nachdem Gesicht jenes Propheten, ein rauher Stein ohneArme hinabfuhr und das erhabne Bild zerschlug: dasich Heere von Weltverwüstern auf den Schauplatzdrängten, und neues allgemeines Elend der Weltward wie zu einer Trösterin konnte man damal-

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