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Christliche Reden
da die fremden Vorbilder, die ihnen verwandelten,wohl nichts weniger als Prediger der Tugend wa-ren wo war nicht Ausgelassenheit, Unordnung,Verrückung von seinem Mittelpunkte der Einfalt,Thatigkeit und Glückes die ordentliche Folge? DasVerhältnis zwischen Tyrann und Sklaven ist dochnimmer das glücklichste Verhältnis zu Entwickelungedler menschlicher Fähigkeit und Thaten! und viel-leicht ist ein Tyrann im Kleide des Erobererstolzesder schädlichste, weil et sich gemeiniglich mit vielemstolzen Ausenwttk umgicbt und blendet. So da-mals die Reiner! Sie selbst im Zeitpunkte desUebermuths und Stolzes, der Allemal der Erschlaf-fung lind dem Fall vorhergcht: die Triebe ihrer
Verfassung, die sie zu Römern gemacht, warenentschlafen Und Ncmertugend kaum mehr auf derErde. Die Völker unter ihnen hatten verloren,was sie gehabt, Und was sie bekamen, ersetzte denVerlust nicht. Was also für ein Mittel zum Ersatzder Kräfte! da alles verdorret war,, welch neuerQuell der Tugend! —
Siehe, da bereitete die Vorsehung einen Trankder Stärke, wo und woher cs niemand vermuthcte.Zwischen den nackten Bergen Judaa's, unmittel-bar vor dem Verfall des Landes keimte eine Reli-gion , die bestimmt war, auf welchen Schauplatz!zu treten, und wie viel auf diesem Schauplatz zuwirken! Römertugend war dahin und sie sollteeinst ersetzen, was dieser Tugend an AllgemeinheitUnd Laukre und Höhe noch so sehr fehlte! AlterGötzendienst aller Lander war dahin — der Schau-platz war frei, und die, alten Puppen konnten nicht
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