jeder Person auf eine andere, ihr angemessene,würdige Weise!
Lasset uns einen Augenblick setzen, der Engelwäre Joseph nicht erschienen — der Evangelist sagtuns schon, in welchem Zustand sich seine Seele fand,v. 19. „Joseph war fromm, gedachte sie u." Un-nöthigcr, unschuldiger, aber wie menschlich zu ent-schuldigender Verdacht schwebte mit schwarzen Flü-geln über seinem Herzen; brütete darüber Gramund bittre Schwermut!): die er liebte, also zu fin-den ! auf die er so vertraut hatte, also verlassen zumüssen! — Und verlassen, nichts anders sollte dieFrucht dieses schwarzen, still und um so empfind-licher nagenden Grams werden! Ec schwebte zwi-schen Ehre und Liebe! Gottesfurcht, Redlichkeitund Mitleid: er kämpfte, und hatte den Kampfalso geendet, daß der Entschluß gefaßt war, Ehrezu retten, Gottesfurcht, Redlichkeit, Treue zuretten; Mitleid und Liebe aber auch, so viel erkönnte, nicht zu beleidigen. Der Entschluß wargefaßt, er ging schon (v. 20.) mit diesem Gedankenum —
Und nun hatte er ihn ins Werk gesetzt, welcheBitterkeit von Folgen auf beiden Seiten! — dasHerz der Maria wie unschuldig gekrankt und durch-bohret! Mit Mangel und Vorwurf, mit dem, wassie verlor, und was ihr so eine Seele, die sie nun
verlor, vorwarf --Die schamhafte Maria hatte
sich nur blöde und unbefriedigend retten können.Und hatte spater der Erfolg gerettet! wäre allesdas Wunderbare erwacht, was die Geburt und das