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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
Entstehung
Seite
237
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jeder Person auf eine andere, ihr angemessene,würdige Weise!

Lasset uns einen Augenblick setzen, der Engelwäre Joseph nicht erschienen der Evangelist sagtuns schon, in welchem Zustand sich seine Seele fand,v. 19.Joseph war fromm, gedachte sie u." Un-nöthigcr, unschuldiger, aber wie menschlich zu ent-schuldigender Verdacht schwebte mit schwarzen Flü-geln über seinem Herzen; brütete darüber Gramund bittre Schwermut!): die er liebte, also zu fin-den ! auf die er so vertraut hatte, also verlassen zumüssen! Und verlassen, nichts anders sollte dieFrucht dieses schwarzen, still und um so empfind-licher nagenden Grams werden! Ec schwebte zwi-schen Ehre und Liebe! Gottesfurcht, Redlichkeitund Mitleid: er kämpfte, und hatte den Kampfalso geendet, daß der Entschluß gefaßt war, Ehrezu retten, Gottesfurcht, Redlichkeit, Treue zuretten; Mitleid und Liebe aber auch, so viel erkönnte, nicht zu beleidigen. Der Entschluß wargefaßt, er ging schon (v. 20.) mit diesem Gedankenum

Und nun hatte er ihn ins Werk gesetzt, welcheBitterkeit von Folgen auf beiden Seiten! dasHerz der Maria wie unschuldig gekrankt und durch-bohret! Mit Mangel und Vorwurf, mit dem, wassie verlor, und was ihr so eine Seele, die sie nun

verlor, vorwarf --Die schamhafte Maria hatte

sich nur blöde und unbefriedigend retten können.Und hatte spater der Erfolg gerettet! wäre allesdas Wunderbare erwacht, was die Geburt und das