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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Neben

Leben Jesu begleitete , wer kann sich die Reue,den bittern Vorwurf vorstellen, der nun dem Her-zen Josephs übrig blieb, und der sich natürlich mitnichts als Ruhe im Grabe enden konnteAuf der Spitze einer so scharf schneidenden Klippestand das Schiff: ein Augenblick mußte es retten,oder es ward Trümmer!

Und Gott wollte Und thats. Er schonte undheilte zwei zarte und edelste Herzen von ihren em-pfindlichsten Seiten : Liebe und Ehre! Er er-sparte beiden einen Verdruß, GraM und Jammer,an dem ihre Denkart und Betragen so Unschuldigwar, in den sie nur das blinde Schicksal, d. i. seinWille gestürzt hätte!^

Er hatte aber Noch Mehr nöthig zu seiner Ab-sicht. Maria sollte einen Beschützer, Jesus ei-nen Erzieher und Pflegevater haben: ihre Ehreund Name sollte selbst nicht jeder Zunge da stehn, Gott verschaffte ihr also gegen alles Schirm.Er wählte eine Verlobte, die nach Gebräuchen desLandes schon unter dem Namen des Mannes war:aber nur eine Verlobte, weil Jesus, das Hei-lige, der Sohn Gottes geboren werden sollte.Gott wählte diesen zusammengesetzten Umstand, undda er Menschen zu schwer werden konnte, so machteer ihn auch selbst diesen Menschen leicht.

Erscheinung erschien Joseph, aber Nur auf deruntersten Stufe der Erscheinung, im Traum.Ware es der Maria also gewesen, wie unbefriedi-gend, und für die Spötter gar lächerlich! Aber