2Zc> Christliche Neben
Wie sanft entwickelte sich dort ihre Schüch-ternheit, Frömmigkeit und Unschuld im ganzenGespräch, bis sie sich endlich in die demülhigste Ge-lassenheit endigt; ,,Sjche, ich bin des HerrnMagd!" und nun, wie erhebt sich eben die de-mütbige Seele, und wird so Gotterhaben: meineSeele erhebet den Herrn, und meinGeist freuet sich Gottes, meines Hei?lan des! rc." Erhebet sich bis zur Quelle desGlücks! des Guten! der Ebre! zu Gott! „Erhat die Niedrigkeit seiner Magd ange-sehen, hat große Dinge an mir g c t h a n,der Allbyr m herzige! der Vater unsersVolks!" Hat erhabnes Herz genug, den ganzenKreis der Wohlthat zu fühlen, die Gott durch sieerwies! den Umfang der Verheißungen zu fühlen,die dadurch erfüllet! die ewigen Veränderungen,die dadurch gestiftet! die Nytionalehre, die dadurchund durch sie ihrem Volk; die selige Unsterblichkeit,die dadurch ihr selbst! ihr selbst erwiesen ward, —„S »ehe, yon nun an werden mich seligpreisen alle Kindeskinder iie. Er hatgroße Dinge rc. Er übet Gewalt rc. Erhe n ke t d e r Barmhe rz j gke i c, und hilftdurch mich seinem Diener Israel auf rc.;
wie er geredet hat rc."-So dachte,
so fühlte, so empfand sie — Maria! Welch einWeib! welch edle, Hobe, Gottesvollc Seele! dasAlles so zu fühlen! sich im Rathe Gottes so zufühlen! sich für Volk und Land und Erde undNachwelt also zu fühlen und zu freuen! und dieganz? Erde als zweite Mutter desselben zu umfas-sen, Werkzeug Gottes also zu seyn, und — als