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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Seite
229
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Und das verstand Maria, dem folgte und ergabsic sich: sah Lebenslang nicht die Königsverheissun-gen an ihrem Sohn erfüllet, mußte vielmehr mitihm Arbeit und Kummer theilen; sie war beschei-den , hoffte, glaubte, litte und ergab sich Gott.Schwerdt des Herrn in ihre Seele, das war dergrößte Lohn ihres Lebens!

Von ihrer Himmelfahrt und unbefleckten Em-pfangniß wissen wir nichts: von ihrer Krönung imHimmel zur Göttin und Gebieterin des SohneSnoch weniger sie blieb auf Erden, da Jesus genHimmel fuhr! und ward alt auf Erden in Trübsalund Glauben, obgleich ihr Sohn, und ihr halbes

Herz zur Rechten Gottes erhöhet war-In

dunkeln Zeiten sind alle dergleichen Fabeln entstan-den , da man an Einem Gott nicht genug hatte,und auch eine Dame im Himmel haben wollte, zuder man sich wenden und die das Herz des Vatersund Sohnes lenken könnte; so daß Maria fast indie Dreieinigkeit und darüber gesetzt worden; sie,die hier und allwege nichts war, als die tiefsteMagd des Herrn. Und als solche lasset uns sieehren.

Wie edel und unschuldig und liebenswerth siesich schon in der Ankündigung des Engels zeigte,haben wir gesehen was mußte cs für eine Seeleseyn, zu der ein Engel Gottes sagen konnte: ,,du,die Erste deines Geschlechts auf Erden! die Freudeund Lust Gottes, des Schöpfers!" welche Per-son !