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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christlick) e Reden

du verzweifelst, willst Zeichen und Wunder sehen,weißt keinen Ausgang und Cude, wenn sich derHimmel dein nicht selbst aufs außerordentlichste an-nimmt. Und siehe! das thut er Nicht; er hilft diraber, indem er dich aufs allerordentlichste verweiset,und dich damit errettet, tröstet, segnet. Hier bistdu verlassen; einsam, ohne Rath und Ausschluß ineignen Selbstgedanken; die Erscheinung hat dichverlassen, und kein Engel erscheint, wiederum auf

das zu antworten, was du fragtest-aber

siehe!jenseit dem Gebürge" ist dir schon Aufschlußbereitet. Kein Engel! eine Sterbliche, (aber sie istdeine Freundin) nimmt Theil; ihr Wort, ihr Trostkommt aus Menschlichem Herzen und trifft unmittelbarrer Weise dein mcUschlicheS Herz; ihr ganzes Beispiel,ihr Vorbild, ihre Situation ist dir vielleicht selbst schonTrost, Rath, Aufklärung. Siehe da deinen EngelGottes! Und in der That für Menschen sindMenschen mehr als Engel, die besten, unmittelbarenStimmen an Herz und Seele. Der Weg des Wun-derbaren und der Erscheinung, auch im Freudigen,welch ein trüglicher Weg! betäubend, schreckhaft,verwirrend kurz nicht menschlich. Aber der Wegdurch Menschen an Menschen I sie sind wie wir,und wir, was sie sind. Sie bessern sich, indem sieuns bessern, erfreuen sich, indem sie Uns trösten;ihr Wort ist faßlich, ihr Trost und Lehre mensch-lich von keinem Betrüge oder Betäubung begleitet.

Der Engel wies an Elisabeth, wie Paulus anAnanias gewiesen ward: wie die Gottheit in allemMenschlichen gern durch Menschen wirket EineKette fasset da von allen Seiten Glieder, erregt