Druckschrift 
Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
Entstehung
Seite
198
Einzelbild herunterladen
 

Christliche Neben

Schönes Bild und Vorbild der Men-schen, über Tiefen der Gottheit zu denken und sichauszudrücken, Nicht zu grübeln über Ewigkeit!Daseyn eh etwas war! Zeugung unddoch nicht jüngere Werbung, u- dgl, Denn alsMenschen, als Zeitgebern? Geschöpfe, die keinenAugenblick ohne Veränderung denken können, dienur im Strom der Welcdauer entstehen, sich dar-nach messen, und milschwimmen, haben wir vonEwigkeit vor der Zeit, von Handlung ohne Verän-derung , von Fülle der Gottheit und einer ihrer Wir-kungen nicht unvollkommenen, sondern schlechthingesagt, gar keinen Begriff, Kennest du, o Mensch,deine eigene Seele, dein eigenes Wort nicht, weißtnicht, wie Gedanke, Bild, Entschluß inihr werde, aus ihr entspringe, außer ihr so mäch-tig, so vielgestaltig und doch ohne allen Abgangwirke; wie willst du Gedanke! Bild! WortGottes begreifen, und die göttliche Person, dieuns Kindern unter solchem, dem erhabensten, fein-sten Bilde der Menschheit vyrgchjldet wird! Sagedir erst wie dein inneres Wort, der Gedanke indeiner Seele wird, dich abbildet, und so mächtigaus dir ausgeht, und in dir bleiht dann denkean Ergrünoung des ewigen Worts vom Vater!Aber wie unbegreiflich nun auch, daß Ein ChristJohannes annehmen, lesen, seine Lehre für göttlichhalten kann: und einen Augenblick das DascynJesu vor der Welt, vor allen Geschöpfen,seine Innig- und Einigkeit mit Gott,seine göttlichen Wirkungen, schon beiGrundlegung der Welt, kurz seine wahre , ewigeGottheit läugnen? Entweder müßte der doch we-