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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

wir habe» die ganze Nacht vergebens gearbeitet;"noch sey die Antwort:Aber auf dein Wort!"

Denn auch das ist weise Güte Gottes, daß sich unserLeben in vergebliche und gesegnete Mühe theilet,wir mochten sonst sagen:meine Kräfte und meinerHände Stärke Habens mir ausgerichtctund Got-tes vergessen. Darum wechselt das LooS des Glücksund der Stunden ! Die vergebliche Mühe der Nachtwar schon auf die gesegnetere Morgenröthe voraus-geordnet. Jene mußte vorhergegangen se>)n, u,ndiese fühlbar,r zu machen. Hätte Petrus widerstrebtund auch diese Mühe als vergeblich verworfen, sohatte er sich selbst alle nähere Offenbarung Gotteszerstört. Darum sey es täglich unsre Bitte:Schassein mir, Gott, ein freudiges Herz, erneuere täglichin mir deinen Geist, gieb Murh zum Leben, denFreudcngeist nimm auch in Versuchungen und nachfeblgeschlagener Mühe nicht von mir l" Jedes Geschäftunscrs Lebens werde angefangen, als ob Gott zu unsspräche:Fahre hinauf!" und müßten wir auch

sagen:der elenden Sorgcnnachte sind mir viel wor-den !" so sey cs noch das Schlußwort:Aber auf

dein Wort, Herr, sinke das Netz von neuem."

Und siche da das Wunder! das Netz sank, dieGegenwart des Wundcrthätcrs durchdrang Meer undTiefen, gehorsam eilten die Meeresgeschöpfe hinzuauf den stillen Wink ihres Schöpfers, das Netzzerriß, die andern eilten zu Hülse, zogen und füll-ten beide Schiffe, also, daß sie sanken. Und Pe-trus siel Jesu zu den Füßen:Herr, gehe,

von mir heraus, dem sündigen Men-schen!" Siche, da war die Absicht Jesu auf