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Religion und Theologie Theil 3 (1826) Christliche Reden und Homilien ; 1
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Christliche Reden

seinen Wundern menschlich, mit Fischern Fischer,mit Hvchzeitleuten Hochzcitgast, und wirkte mit je-dem in seinem Kreise.

Auch hierin ward er Bild von der allumfassen-den Liebe und weisen Menschlichkeit Gottes, derauch mit dem Geringsten das Geringste zu werdennicht verschmähet. Mögen thonchte Weise es radelnund Gort unanständig finden, daß er sich Men-schen, Zeiten, Völkern, Denkarten, Schwachheiten,bequeme, und mit jedem auf seine Weise handle.Zeder Klügere stehet, dass keine Wirkung Gottes indas Menschengeschlecht ohne diese Herablassung mög-lich se», und bewundert in ihr eben den Neichthumder Güte und Liebe des Menschenschöpfcrs. Werbin ich, daß ich die Tiefe Gottes durchschauen odermich zu ihr heben könne? will Gott mich leircn,will er zu mir reden, will er mich zu seinen hohcrnZwecken Zufuhren, wie anders, als daß er zu mir,dem Menschen, Mensch werde, und menschlichhandle ? Siehe da den Aufschluß zur Geschichte derOffenbarung Gottes, der alles faßlich macht, allenZweifel hebt, allen Dingen ihr Ebenmaas, Zweckund Ordnung gicbt. Siehe den Aufschluß zur größ-ten Erscheinung der Menschlichkeit Gottes auf Er-den in seinem Sohne; siche endlich den innigenTrost aus der Religion und Lehre der VorsehungGottes! daß Gott mit mir, dem Menschen, ganzmenschlich fühlt und handelt, daß Er es ist, in demich bin und lebe, der zu meinen Handlungen undGedanken so menschlich muwirkt und sie so innigkenn:, als die. Feuer-Gedanken des obersten Engelsan seinem Throne; daß, wenn ich als Wurm im